Der Blues blieb auf der Bühne 2007

STAAD. Laute E-Gitarren, Lagerfeuer und Festwirtschaft in der Badi: Das achte «Musig am See» verzeichnete dank dem guten Sommerwetter Rekordzahlen. Und dabei war die Stimmung nicht nur bei den Organisatoren im Hoch.
MARCO KAMBER
Es ist ein ungewohntes Bild: Vor der Badi Speck in Staad stehen ein Dutzend Leute an, in langen Hosen, die Pullover lässig um die Schultern gehängt. Selbst den Bademeister sieht man heute einmal in seiner Ausgangskleidung und nicht in der gewohnten Badehose.
«Das <Musig am See> ist jedes Jahr am dicksten in meinem Kalender angestrichen», sagt die Staaderin Ursula Bucher und zahlt die 15 Franken Eintritt.

Damit ist sie nicht die Einzige: «Wir haben jetzt fast 1000 Leute auf dem Gelände», freut sich Hans-Jörg Hehli vom Verkehrsverein Staad, der für die Organisation des jährlich stattfindenden Open Airs verantwortlich ist. Von der Bühne dröhnt der Rock-Klassiker «Highway to Hell» herab – gespielt von Wheel Machine aus Staad. Die Leute vor der Bühne stampfen wild im Takt.

Demokratie beim Booking «Dieses Jahr haben die Gäste die Bands selber ausgewählt», sagt Hehli, der fürs Musikprogramm verantwortlich ist. «Wir haben unzählige Anfragen von Gruppen aus der Region und von weiter weg bekommen», sagt der 54-Jährige.
Blues und Rock – gecovert Die zwanzig Besten hätten sie in eine engere Runde eingeschlossen.
«Welche vier Bands es dann auf die Bühne geschafft haben», erklärt Hehli, «konnte jedermann in den letzten Monaten per Online-Abstimmung auf unserer Homepage beeinflussen.» Das Resultat der Abstimmung verrät, dass die Geschmäcker der Besucher in die Richtung der Blues- und Rock-Cover-Bands tendieren. So ist auch der Altersdurchschnitt der aktiven Zuhörer vor der Bühne eher hoch.
Lagerfeuer und Sandkasten «Musik für unsere Eltern», gibt Rebecca Torresan aus Rheineck zu. Trotzdem sei sie gerne hier: «Die Stimmung ist toll – wo sonst gibt es so ein gemütliches Fest direkt am Seeufer?» Das «Musig am See» bietet tatsächlich allen was, sogar den ganz Kleinen: «Sändele, die ganze Nacht!», ruft der sechsjährige Jonas und baut mit drei anderen Knirpsen in der Dunkelheit seine Burg

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