GESCHRIEBENE CHRONIK

Geschriebene Chronik 1972

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S T A A D E R  C H R O N I K  1 9 7 2
Nachdem die letzten Aufzeichnungen nicht rein auf
alas ceschehen in unseren Dorf und seiner Umgebung
ausgerichtet waren, v,i1I ich versuchen, die vorlie-
genale Chronik auf unser Wohngebiet zu beschränken.
Das in unserer Region sehr nilale Januanietter mit
‚.Lemperacute manchem alie Frage auftauchen, ob ilas Jahresgeschehen
sich auch in solch abnolmalem Rahmen abwickeln 1.lurale.
Um unselen sporttteibenalen Bevölkerungsgruppen einen
entspfectrenalen PLaLz zur Verfilgung stellen zu können,
war es Ende Januar soweit, alass aler Gemeinclerat eine
vorlage zur Abstinunung unterbreitete unal alen entspre-
ctrenalen Kredit verlangte. Dieser Vorlage wurale mit
einer stifiütbeteiligung von 53%, bei‘ 376 Ja und 27o
Nein, zugestimmt. Das entsprechende Geläntle wa! vorher
schon östlich der Turnhalle gegen den BtrtzeL zu teil-
weise aufgefilllt worclen. Nachalem nun die Bürger zuge-
stimmi hatten, vrurilen clie Arbeiten stark qefördert.
rm spätherbst war alie Planie beenalet und aler Rasen
bereibs angesät. Abe! nicht nur am Sportplatz wulale gearbeitet, sonalern
auch unsere Abwasserreinigungsanlage schreitet voran.
Die grösste Arbeit unter Tag, aler 4,8 km lange stollen
vom Fuchsloch bis Rorschach, war nactl 2v2-jähtLget
Arbeit ausgefrästi ebenfalls vtulde auch in clen Seiten-
stollen fleissig gearbeieet. Daneben wulale ab ale!
Anlage arn Rhein mit nächtigen Maschinen der Gratren
ausgehoben, um im Tagbau ilen Velbinclungskana 1 um den
Flugplatz herum zum Stollenanfang zu elstellen. Im
Buriet vereinigt sich dieser Kanal mit den zuleitungenl
Einlei tung Spo!tplatz S tromaus-fall von Rheineck und Thal. Auf dem Werkplatz am Rhein
entstanalen zwei aler drei Faultürme, die Klärbecken
lvuralen ausgekleidet und Betriebsgebäude erstellt.
Alles in allen ein erfreulicher ArbeitsfortschriLt:
der Abltasserreinigung sanlage. Im Stollen begannen
die Auskleidungsarbei een. Am l-7. März erfolgte die
Uebergabe des Stollens von der Unternehmerfirma an
die Leitung iles Abüas serverbande s . Es ist dies bis
heute aler grösste Stollen dieser ArC in Europa,
Arn !4orgen des 12. März etlebte ein Grossteil der
Staader Bevölkerung eine unangenehme Ueberraschung,
Die Frühaufsteher mussten erfahren, dass kein Licht
branni:e. Infolge Strohausfall waren auch die Heizungen
lahmgelegt, ebenso ,alle übtigen s trornverbrauchenalen
Geräte. Einesteils uar dies ein clück, alass alies an
einem Sonntag eintraf, so dass alie Industrie von ilie-seln
unliebsamen Zustanal nicht betroffen wurde, analern-tei1s…
Der Stromausfall dauerte in einzelnen Dorf-kreisen
bis nachmittags vier Uhr. Dadurch wurale maEhe
Hausfrau von der Pflicht entbunalen, am eigenen Herd
alas Sonntagsmenü zuzubereiten. Was val aler crund die-ser
Panne? Auf Anfrage bei massgebenden Leuten der
EVT hiess es, Unbekannte hätten sich, bei ihrer späten
Heihkehr, bei aler S t ras senilber führung über die N 1
im Raume Brunnenacker einen trblen Scherz etlaubt, Bei
einem provisorisch überaleckten Kabelschacht hätten
sie herumliegendes AbTällhotz üer dortigen BausLelle
entztrnalet, wotrei ilas Feuer alie Ueberdeckung ergliff
und nachträgliclt ein Kurzschluss arn Hochspannungs-
kabel enes tand.
Afi 2’l . März waren alie Stimmbürgerinnen unal Stimmb(lrget
eingelaalen, an einer Orientierung über die cemeinale-
abrechnungen und entsplechenale Anträge teilzunehmen.
Laut Mitteilung ales Gemidnalerats sollte erstmals an der Urne ilber die Rechnungen, das Budget und die An-träge
attgestirnnt vreralen, ala alie Auffassung vertreten
nurale, das infglge l4itbeteiligung der Fxauen kein
entspiechenal grosser Rawn vortranden sei, um in aler
herkömmlichen offenen Abstinünung in der Kirche Thal
diese ceschäfte zu erledigen. Obschon dex Besuch ilieser
Vorbesprechung nicht tiberwältigenal war, Irie übrigens
auch in frliheren Jahren, so ist es doch !,rertvoll, daraD
teilzunehnen, können doch ilber irgendieelche Unklarhea-ten
Fragen qestellt weralen oaler sonst\rie Diskussionen
geführt \,rerden. Aus aler Versanmlungsmitte vurde alenn
auch aler Antrag gestellt, nan solle die bisherige
Rechnungsgemeinde beibehalten, es entspreche dies eher
einer direkten Denokratie. Weil aber aler ceneinaleral:
bereit€ ein diesbezügliches Begehren an ilen Regierungs-raL
gerichtet hatte unal alieser auch alie Art aler Urnen-
abstirnrnung befUrwortete, wurde behördlichersei ts er-
klärt, die Abstinrnung erfolge dieses Jahr an cler Urne.
Am 7. unal B. April geschah dies alenn auch. Zur BeanL-
liorLung waren iler Bürgerschaft 14 Stinmzettel zuge-
stellt woralen, Darf es als absolute Zustirnmung zur
ces chä f t filhrung der Gneinde- und Schulbehörden ausge-
Iegt lreralen, oaler woran liegt es, ilass nur 28l aler
Stimtnbürger es für nötig erachteten, zur Urne zu gehen:
Flir grösstenteils finanzielle Geneinaleangelegenheiten
ist alies wirklich eine schrache Beteiliqunq:
FiIr die gleiche zeit ist ein weiterer Tiefstanal zq
verzeichnen. Es ist zltar eine bekannte Tatsactre, dass
zu dieser Jahreszeit der Boalensee imner ei-nen niealri-gen
Pegelstand aufweisb, aber diesmal war ausgespro-
chen wenig Wasser vorhanalen. Erwiesenermassen ist dies
früher auch schon etwa der FaIl gewesen, was alaraus
zu ersehen i6t, alass irn Hörnlibuck SteinplatLen brocken
lagen, auf denen Jahreszahlen unal Nanen von Einwohnern
Diesem Beispiel folgend, Iiessen es sich einige heuti-ge
Be\^rohner nicht nehmen, sich ebenfalls doxt zu
vereüigen. Obschon dies keine v,,eltbe\regenalen Erleb-nisse
sind, zeigen sie Cloch späteten Generationen
gewisse Ereignisse an.
Tn iler heutigen schnellebigen unal stark technisierten
Zeit ist es für die Bevölketung inuner von Nutzen, \^re
sie celegenheit erhält, sich und analeren in ger,?issen
Notlagen helfen zu können. Aus diesem crunale wurale
durch den Sarnari terverein einmal mehr ein Nothelfer-kurs
durchgefilhrh, un die TeiLnehroer in aler Ersten
Hilfe bei lebensbealrohenden Zuständen zu instruieren.
Wenn nan vreiss, alass oft nur Minuten ilber,das Ueber-leben
eines Verunfallten entscheiaten können, ist iler
Besuch eines solchen Kurses doppelt wertvoll.
Damit in den SpitäIern Blut transfusionen gemache
werclen können, ist alas Blut, vrelches anlässlich einet
Aktion von 234 Spend.ern in Frtihling und ein weiteres
Mal im Herbst zur Verfügung gestellt ourde, von gross
Nutzen im Dienste aler Ersten Hilfe,
Auf alem cebiet des Kleingewerbes sinal im verflossenen
Jahr einige Analerungen vol-l-zogen \ioralen. während
etlichen Jahren führte Frau Bauer in cler Speck einen
Laden mit Lebensnitteln. Ende l,täi wurale ilieser Verkau
eingestellt. Verschwunden ist damit einmal mehr ein
Lokal, in alem Hausfrauen ihre Einkäufe tätigen konnte
Die Antiquitäten, welche jetzt dort ausgestellt sinal,
bedingen ei-ne analere Kundschaft.
Ein weiterer Treffpunkt eines leils tler Dorfbevölke-
rung $ra! das Coiffeurgeschäft Hirzel. Flüher war dort
aler Vater von Flau Hirzel damit beschäftigt, alie Ein-
wohner von ihren Bärten und Mähnen zu befreien. Ob-lvohl
heute lange Ilaare irn Gesicht unal auf alem Kopf eher an aler Tagesorclnung sind, glaube ich doch nicht,
dass aliese Tatsache zur Schliessung dieses ceschäfts
geführt hat, sondern pelsönliche crilnde vahrscheinlict-
mehr aus schlaggebenal waren. 30 Jahre lang war alas Restaurant  „Station“ durch Frau Lüber geführt rroralen. celne trafen sich dort alie
Staäaler, um bei einem Trunk über alas Dorfgeschehen
unal analeres zu plaudern oder um einen Jass zu klopfen.
Geleitet von iler Ueberlegung, wenn nö9lich noch eine
Zeitspanne geruhsam, ohne geschäftliche Verpflichtunger
zu Leben, entschloss sich Frau Lilber nun, alas Restau-
rant zu verkaufen, unal verliess Staaal am 15. August.
Nach einem alurch Renovationsarbeiten bedingten Unter-
bruch zog clann eine analere Wirtin ein unal versuchtb,
ilie erscheinenalen cäste zu bewi!ten.
Nur ein paar Schritte von aliesen Häusexn entfernt
war seinerzeit ein strebsamer Hanalwerker damit be-
schäftigt, für seine Auftraggeber Matratzen aus Ross-haar
unil Seegras herzustellen, neben Reparaturen von
Rossgeschirr unil analeren Lealerwaren. Nun, Vater Buob
ist längst gestorben, sein Sotrn Franz übernahm alas
Ceschäft, lrenn auch im Laufe der zeit aler altherge-
brachte Sattlerberuf nach einer Umstellung rief, so
blieb dieser Wanalel auch nicht bei aliesem Hanalwerker
stehen. während aler letzten Zeit erfolgte irnner lnehr
die Umstellung auf das Fach iles Boalenlegens. Nach
dem Hinschied von Franz Buob hat sich seine hinter-
bliebene Frau entschlossen, das ceschäft nun aufzu-geben.
Enale Oktober wurale im Haus von Robert Beerli, Sattle-
rei, in Buchen der während einigen Jahren stillgelegte
Verkaufslaalen für Lebensmittel wiealer eröffnet. Ande-
rerseits vurale anfangs November aler Milchverkauf durch
Gerhard Bärloche!, Buchen unal Enale des gleichen MonaLs
durch Friedrich Lampart in der Speck eingestellt. um
die Bevölkerung aloch noctr lnit Milch und Milchproduk-ten
zu velsehen, entschloss sich Herr BIäsi aus That,
iliesen Verkauf zu {rbernehmen.
Am diesjährigen Eidgenössischen Turnfest in Aarau
beteiligten sich auch unsere Staaaler Turnerinnen und
Turner. Die Damen kehrten am 18. Juni ltlit Kranzaus-zeichnungen
in die Heimat zurück, Uährend die Turner
eine Woche später ihre Wettkämpfe bestritten. Auch
sie kamen mit Kranzauszeichnungen zulück. wätrrend
bei den Damen ein bescheialener Empfang seitens der
BevöIkerung geboten liurale, formiette sich bei den
Männern aler bisher trbliche Zug vom Bahnhof bis zum
„weissen
RössIi“. Im dortigen Seegarten versammelten
sich die verschiedenen Tutnerriegen, Vereinsalelega-tionen
unal die interessierte Bevölkerunq zum Fest-ausklang,
Der 26. August liess uns an längst vergangene zeiten
zurückdenken, als die K1änge eines
postillons
im
Wechsel mit dem Dreiklanghorn des heutigen
postautos
auf unserer Dotfstrasse zu höten waren. Einige
pfet-
alefreunde hatten die ehemalige
postkqtsche,
die einst
mals clie Reisenilen und ihr cepäck von Uznach über den
Ricken ins Toggenburg oaler umgekehrt beförderte, her-vorgeholt.
Ihr Entschluss beruhte darauf, mit dieser
Pferdepost von St, callen in fünf bis sechs Tageseta
pen nach München an die Olynpischen Sommerspiele zu
reisen. Diese Reisegruppe fanal alenn auch entsplechen-
de Beachtung, r^,o immte! sie auf ihret Durchreise auf-tauchten
oaler anhielten. Denn ilieses ihren Trunk genossen. Die Rilckkehr von München elfolg-
te alann etwa zwei wochen spätel.
Am gleichen Tag im August wutcle unseten becagten
cemeinalebeuohnern eine trireuale bereitet. Durch ilie
Stiftung

Filr alas AIter“ !“uralen sie eingelaalen, an
einer Schiffahrt teilzunehmen. Das Motorschiff
„Thur-
gau“ beherbergte ilenn auch eine recht ansehnliche
Schar bei seiner Fahrt quer über den see, dem deuC-
schen ufer entlang unal zurilck nach staad. rm
„Rössli“-
carten wurde dann noch ein Vesper offeliert.
Draussen in aler
„speck“
l:rafen sich ebenfalls glei-
chentags die Pfaclfinder des Kantons. Auf alem Rücken
un( mit Fahrzeugen aller Art transportierten sie
ihre Koch- unal Unterkunftsutensilien hertrei. Im Nu
entstanal eine kleine zeltstadt auf der kleinen FFA-
wiese, Die zeit bis zum Sonntagnachrnittag wurde tni{:
wettbewerben verschiedenster Art durchgebracht.
Nebenan auf aler grösseren FFA-wiese beschäftigten
sich die Musikanten mit den letzten Vorbereitungen
filr ihr Herbstfest, rdelches mithelren sollte, die
Mittet für eine Neuinstrumentierung zusairmenzutlagen.
Trotz aller Anstrengungen wa! diesem Anlass nicht
ganz aler in Verhältnis zu alen Vorbereitungen gewünsch-
te Erfol-g beschieden. währenddem alann am Sonntagabenal
beim Festausklang alie Besucher noctr beisammensassen,
gab’s in unmittelbarer Nähe für alie Feuerq,ehr Arbeit,
weil- im Schafstall ein Branal ausgebrochen \irar, aler
das cebäude völlig vernichtete.
Einmal mehr zeigte sich, dass die Region wartbilchel-
Risegg flir eine Uebelbauung ins Auge gefasst \diral,
Während auf cler Kuppe und am Nordhang der grösste Teil
schon tiberbaut ist, liess ein Konsortium auf clem
Risegg-celände visiere für ein ilreizehngeschossiges
Hochhaus aufstell-en, alem später v,/eieere folgen soII-
ten. Dieses Vorhaben fanal aber keine Freunde unter
ilen Anstössern unal in weiteren Kreisen: dies kam
alenn auch bei einem cespräch, ausgelöst alurch alen
\aEVS, zun Ausalruck. Anilererseits sieht das Bauregle-
ment aler Geneinde für das enrähnte cebiet nur alrei-
bis vielgeschossige Wohnbauten vor. So wurile denn
der Bauherrschaft rnitgeteilt, alass fUr eine Ueber-bauung
ein neuer Plan ausgearbeitet lueralen müsse,
der den cemeindevorschrifl:en entspreche. Dieses Pro-jekt
isb inz\,risctren eingereicht \doralen. Nun wiral
sich zeigen, wie weit alieser Plan behördliche Zustirn-mung
erhält, da in August der bundesrätliche Baustopp
für unsere ceineinde a1s verbinallich erklärt wurde.
Dieser antliche Erlass unterzieht Baugesuche trestimm-
ter Regionen einer besonaleren Profung in bezug auf
Dringlichkeit aler Ausführung und ist als Konjunktur-
alämpfungsmassnahme zeitlich befrist.el:.
In Verbindung mit den 20, Olympischen Sonmerspielen
in Milnchen wurale nit neunzig Sport- unal Reiseflug-
zeugen aus zehn Nationen eine Fl-ug-Ral1ye alurchge-führt.
Eine Aufgabe aler Teilnehmer bestand alarin, auf
dem Flugplatz Altenrhein am 9, September eine Ziel-
lanalung alurchzufilhren, alie entsprechenal be\^rertet
\durale.
Nach einen
am 22. Juni
alurchfahren .
(!L,l an oen
führte.
Unterbruch von etlichen ;lahren wurale unse!
wiealer einmal von aler“Tour ale suisse“
Es war alie achte Etappe, alie von Schaan
Boalensee unal alann nach Pfäffikon (schwyz)
Im verqanqenen Hertrst sLanal alie Feuerwehr zweinal
im Einsatz, wobei ihre Tätigkeit von der Oeffenblich-
keiEt beobachteb weralen konnte. Der erste Einsatz
erfolgte am 30. Septehber, a1s in Buchen dör ehemali
tandlri r ts cha f tsbe trieb von Oskar Bärlocher zum Ab-
t,rennen freigegeben wurale. Durch den Na cional stra ssen
alen Fussgängern alas Uebetqueren aler vielbefahrenen
bau war aliese Liegenschaft stark beeinträchtigt unil
alurch dieses Unternehmen aufgekauft r4Totalen. Der ehe_
malige Besitzer erhielt dafür in Steinach Realersatz-
Dies verlangt von ihm aber aloch eine Umstellung im
gewohnten Arbeitsablauf und ilen Lebensgewohnhei ten.
D1e Aufgabe aler Feueranehr bestand aber nicht nur im
Abbrennen ales Hauses, sonalern etappenweise gelangten
verschiedene Einsatzarten mit unterschieallichen
ceiä_
Een zut Durchführung. Eines dieser ceräte, welches
erst in alen letzten ifahren aufkam, ist alie sogenannte

Fi scherspri tze,,, r/ielche mi t geringen personalaufr.ranil
recht wirkungsvolle Ergebnisse zeigt. De! zrreite Einsa
war eine

Trockenübung,, . Geleitet durch die Tatsache,
dass in der vergangenen Zeit etliche MaIe bei Bränden
in Hotels, Altersheimen oaler KauftÄisern Menschenleben
zu beklagen waren, lautete die Aufgabe, im
,,Weissen
RössLi“ solchen Vorkohmnissen übungsmässig entgegenzu_
treten. Obschon iler Verkehrsilienst
9ut organisierL rvar,
Iässt sich leicht erahnen, irelche zusätzlichen Aufgabe
bei einem Ernstfall auftreten könnten. Diese Uebung
war zuglich die letzte, vielche unter der Aufsicht von
Malor David cantenbein statefand, welchex iler Feuelve
aler ceheinale 1hal viele Jahre aIs Feuerwehroffizier
vorgestanalen hatte.
Begünstigt dutch alas trockene Herbstweteer, wurde an
beiden Fahrbahnen der NationalsLrasse vom Buriet bis
coldach der Betonbelag aufgetragen. Mit ilen vorhanden
Baumaschinen schritt die Arbeit in flüssiqer weise
voran .
fm Interesse der Sicherheit für die Fussgänger entstan
beim Mos terei-Uebergang bis zum Einlenke! zu!
,,Leder_
fabrik“ ein Troti:oir auf der Noralseite iler Thaletstrass
Im \iieiteren wurdan nach langen Besprechnungen unal Ver_
handlungen in Staad eine Signalanl,age bewitligt, dami t
Feuerwehr
Na ti onal –
s Lra s senbau
TroLtoir
bei de!
l‘,1os tetei
/ Signal-
Prei sauf-
schläge
witterung
Hauptstrasse etlras erleichtert vrerilen soll. Die Anlage
wiral voraussichtlich beim Konsum aufqestellt werden.
EUappenweise mussten \iiir im vergangenen ilahr auch
verschiealene Preisaufschläge füt Lebensmittel und Be-
darfsmitLel in Kauf nehmen. Anfangs Jahr forderten alie
Bauern, alass ihre Arbeit der Zeit entsprechend eine
diesbezügliche würdigung erfahre. So kam es alenn, alass
dler Bundesrat diesem Begetrren entsprach und die länd-
wirtschaftlichen Proalukte um durchschnittli ch 5% teu-
rer wur alen. Im taufe iler Monate folgten alann weitere
andere Aufschläge, so alass die allgemeine Teuereungs-
rate pro 1972 durchschni Ltlich 6,9/“ betrug. Die Mieten
inst)esonalere stiegen um 2,7%.
wenn ich bereits an anderer Stelle über den tiefen
Pegelstand unseres sees berichtet habe, so wiII ich nu
kurz einige \ireitere meeeorologische Begebenheiten er-
lrähnen. Nachden der wasserstanal bis Anfanq April abn
tief uar, setzte dann Regen ein, aler ein leichtes An-
steigen bewirkte. Anilerelseits behinderte das damit
verbunalene klihle wetter die Blütezeit in unangenehrner
weise, so dass aler Fruchtansatz der Stein- unal Kern-
obstbäume zu \,rünschen übrig liess. Auch der Heuet
\4rar noch nass und \,rurale somit stark in die Länge ge-
zogen. Diese kilhlen wetterperioalen wiederholten sich
noch etliche Male im Laufe ales Jahres, woalurch sich
die Hauptlese aler Trauben bis zu alen letzten Oktober-
tagen elstreckte. Interessanterweise \,rar alas Lesegut
aber dennoch sehr zufriealenstellend, wuralen cloch bis
zu 84 oechslegraal gemessen, was einen schönen Durch-
schnitt ergab. selbst im Noveniber erlebten wir extre-
mes wette!, wuralen aloch einmal am Morgen um 06.00 Uhr
4 Kältegraale gemessen urd l3 Stunden später zeigte
ilas Thermometer l4o wärme an. Durch dlen regenarmen,
aber trobzalem kühl-en Herbst $ar der Pegelstanal ales
Sees wieder fast auf dem Tiefstanal des Monats April
angelangt. Aber ln Novenber waren ilie RegenfäIle so
ergiebig, alass aler see in einer lilacht un l6cm anstieg,

liovon aber nur eine Angabe erwähnt sei, weil der See-spiegel
auch sonst täglich anstieg, nur nicht so stark.
Tm verflossenen ilahr nussten uber verschiealene Sach-und
Wahlgeschäfte an alex Urne eneschiealen weralen,
Teillieise waren die Urnengänge von cerneinale-, Kantons-und
eitlgnössischen Vorlagen kombiniert, so ilass nicht
über die sechs ceheindeangelegenhei ten, die fünf kan-tonalen
Vorlagen oder alie 7 eidgnössischen Geschäfte
jedesnEl einzeln zur ürne geschritten weralen nusste.
Ich r.rill Sie nicht zu stark mit zahlen lang!,eilen,
sondern nur einzelne Beteiligungsresultate enrähnen.
Bei aler kantonalen Vorlage ilber das Frauens tiNnrecht
(und -vTahlrecht)
beteiligten sich in ulcrer cemeinale
5O,9% d,et Bilrger. novon 2/3 bejahend und I/3 verwer-
fend. An iler Bestellung ales cemeinalerats für alie neue
Amtspreiode, lroran auch die Fauen teilnahmen, schritten
ebenfalls 5e/“ zut lJtne. cLeichzeitig \irurde aler erste
vollamtliche cemeinaleammann gewählt. Von den hiefür
abgegebenen Stimmen uaxen es deren 9e/“, d,Le Flerrn H.
Schlegel aus Sevelen alas Vertrauen schenkLen. Als die
eidgnössische Vorlage über alie Waffenausfuhr zur Ab-s
tirntnung gebracht flurde, beteiligten sich irn Landes-
durchschnitt nur 33, l%.
zum Schluss kommen, sei nur noch kurz erwähnL, alass
einhal mehr unsere Jugend unal Sportler vergebens auf
die ueisse HälIe der Natur warteten, utn in unserer
Umgebung Winterfreualen zu geniessen, alenn bis zum
Jahresenale vrar kein entsprechenaler Schneefall zu ver-

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2019-03-06T08:36:53+02:00