GESCHRIEBENE CHRONIK

Geschriebene Chronik 1973

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S t a a d e r * C h r o n k 1973

Geht ein Jahr zu Ende, so werden die verschiedenartigsten Abschlüsse gemacht. Ich will davon nur einen speziellen erwähnen. Bisher war das Amt eines Gemeindeammanns in der Gemeinde Thal nur nebenamtlich besetzt. Die Stimmbürger beschlossen diesen Zustand zu ändern. Währen Herr 0swald Schläpfer dieses Amt 21 Jahre bekleidete, wünschte er auf Ende 1972 zurückzutreten. Nachdem die Ersatzwahl bereits im vergangenen Jahr erfolgt war, trat Herr Schlegel theoretisch am l. Januar 73 sein Amt als vollamtlicher Gemeindeammann an, während der effektive Antritt erst mitte Februar erfolgte. Herrn Schläpfer verdanken wir bestens für seine Dienste der Gemeinde Thal und wünschen ihn aber zugleich noch viele unbeschwerte Jahre. Dem neuen Oberhaupt wünschen wir einerseits Ausdauer und Verständnis für die Gemeinde und deren Einwohner.

Mit diesen Zeilen bin ich bereits bei den Öffentlichen Aufgaben angelangt. „ei1 das Wachstum der Bevölkerung auch in unserer Gemeinde nicht unbemerkt b1-‚ibtr wird der zur Verfü8ung stehende Schulraum imrner knapper. So sah sich der Schulrat gezwungen Schulrat zu planen. doch bisher innegehabte Praxis durch !’1lcklterk inlnei neue Räume in die bestehenden Schulhäuser einzubauen war kostspielig und nicht mehr werter anwendbar‘ da alle Schulhäuser bis in den letzten r’tinkel besetzt h/arerr. deil ein Neubau zu den zuerst geplant werden muesrl gelangte die Schulbehörde mit einem Kreditbegehren an die Stimmbürger um Pavillon erstellen zu können‘ An eintr Schrirlbür6gr Versammlung wurden der ThaIer Pavillon vorläufig zuriickgestell.trweil ein Votanü beantragte’mit <ler Schulgemeinde Rheineck in Verbindung zu treten’um dort voriibergehend verfügbareh Schulraum zu mieten‘ Der Buchener Pavillon wurde bewilligt uncl wird in dar Nähe des Friedhofes erstell-t. Bei Zustandekommen eines Schul-l haus-Neubaues sofL clieser Pavllion dann al-s Kinderearte{ dienen für die Kinder aus der Region tsuchen und ‚Buchber{‚ it den Bauarbeiten wurde nach erledigung von lJinsprache in April begonnen und bis nt-ch deh Sjonmerferüön war dj-e nrbeiten soweit fort,reschriütenrdass 2 Schulklassen in die ääune ej.nziehen kcnnüen. Nachzuho I en bleibt noch,class mlt beginn des neuen SchüIjahres in luchen J neue l-,ehr_ kräfte inrden ölenst der Schulgemeinde üraten,womit ei.n ein Besband von l-0 Lehrern zur ,3elehrung cler Schüler im Ante s teh t. Schon jahrelang war das IJbergueren der Hauptstrasse in Staa-.d für die l’ussgänger ein schr./ieriges problern, Nach langwierigen Ve rhancil ungenwa r es endLich soweit, dass in Dorfzentrwn eine j.,i ch t s ignalanl age bewilligt wurde . Arq 1.März erfolgte die freigabe. Dle anlagädäSter nicht n nur tserücksichtigung durch die Fuss!änger, sonde rn fordert r.uch Disziplin seitens der l-ahrzeugl enker. Aus diesern GruF tde mussten im Juli 2 Verkehrsteilnehmer a1s direkt betroffene länger auf ihre trliütagssuppe warten. Denn auch für Mopedfahrer heisst es bei Rotl-icht anhalten. Die än-gefahrene Fussgängern musste ins Spital überführt werden

das llopeci waa kaputt und der I’ahrer wird zur Rechenschaft

Bezogen.

An 1 .April bestieg lierr Pfarrer Häni zllm Letzten MaI aIs antierender Pfarrer die Kanzel der evangelischen Kirche in ,guchen vor seineB Wegzug aus d.)r Genei.nale. Da noch kein Nach foI$erbes t inn t war,besorgten Herr und Frau Schweizer die meidüen administrativen Arleiten des evang. Geneindeteiles,während die -qeelsorgerische .lletreuung teil weise durch dae Pfarramt Thal oder Aushilfen besorgt wurde. Dieser Zusüand dauerüe dann bis zum Jahresende. An 6.April- versammelten sich die Stimmbürger der Gemeinde auf $rund eines seinerzeit eingebrachten Antrages erstmal-s zur Hechnungsgene i. nde in der Kirche auf denr Wartbüchel . llrsü.’nals wurde diese S t inrnbürge r-Versannlung D‘-rrch Herrn Cenei.ndeannann Schlegel geleitet.Einer der irnträge über,nelchersentscheiden war,betraf die Erhöhung der llunde taxen. Sei tens eines Stimnbiirgers wurde beantra die Taxen seien noch höher anzusetzenrrnit gewisser Staf Li cht-s i . o n

UnB. lliesem Antrag wurde zugeetimrntrseitens eines Einwoh

ners aber Rekurs eingereicht. In einen spä-tr.ren Zeitpunk

wurde iiber den gleichen „Antr€1g ern der Urne nochmals abg

s t inrn tund noch eindeutj-ger gutgeheisean.

An der iJa up üversar:r lung unseres Vereinsr.hlelche an 7.

Äpril str.ttfand mussten wir den Rücktritt des langjähri-gen

lräsidenten, Herrn Robert Schal l- enberger, entgegenneh-men.

Ine: ster i,inie war es seine Gesundheit welche diese

Schritt verlan5r,e. tohl, konnten die übrigen rlrsatzvahlen

in d€n VorstanC erledigt werden,aber der Präsidenüenpost

en bl-ieb noch offen. Ineiner späteren v o rs tan(ls s i t zung

übernahm dann Herr Uswafd Schiäpfer dlesen Posten inter-insweiee

bis zul d:.eser HauptversarnnJ-rrng. Iro Zeitprrnkt

des Verlesans dieser Zeilen wird die defönitive W ahl- wo

erfolgt sei n.

Einnal rnehr erfolgte die AuflösunE eines langjährige

.,.,a,ndwi. rtschaf tsbe triebes. l{ehrere tl ahre wirk te Joh. W i-rth

als Pächter aul dem Neuhof. Verschiedene Ueherlegungen

und tse6ebenheiten bewogen ihnrdiesen Vertrag autizulösen.

Das .Betriebsinventar gelangte zur versüeigening und die

i’emilie zog aus der

(lemeinde

weg. Das doh“rhaus wurde abg

sol,l.ist noch ungewisf.Eines eber ist si.cher, das Dorf-

bild von Staad verändert sich auf diese Arb stä:;dig.

I4 JLini rlef die Verwal-tung rler Darlahenskasse ihre

MitgJ-ieder zu ei.ner ausserordentlichen llaup trre r sac’nlun g

Es gaLt, darüber zu entscheiden,ob die rläunlichkeiten der

Kaese urogebaut werden sollenura den AnforCerunoen einer

Uorfbank zu geniigen. l)enn durch den Ständig waclrenden

Urnsatz sah sich der Verwalter in -qeiner Täti8keit stark

behinclert. Der Unbau wurde bewi-Il-igü und in Augusü schon

d.i.nit be{onnen. W ährend der

jiauzeit

dienten Cie Räumlich

keiten der eheoaligen W äschefabrik Messroer a1s Unterklln

(

-tsereits anfang 0ktober

1’cnnten

dic ungebauten itäurlich-kej.

ten bezogen werden. Der Schreiberlj€ wie auch die Ver-waltung

hoffen sicher,dass sie eingebau.ten Srcherheits-rrorrichtungen

nie err.stfal-lnässlg an;ewandt r“rerden nüse

Der nasse -t’rühl ing und VorsoDmer bewirktenrdasc in

JuIi der Pegel des Boden-qees zierrrli.ch anstieg. Zu einer

Hochw:r-qsergefahr reichte es aber ni.cht,

iedoch war dies

das Ce8nte1J. des letztjährigen W asserstandes.

Seit 1ror 2 Jahren das Haus Ei.3enm:.nn bei der ävang.

q^.L-

Kirche irf ab-ebrochen wurde, teigte sich der entstandene

Plaüz nicht als .,rugenweide. W dä1″ dementsprechend auch

viele R e klamat

j.onen

zu hören warerr, entschl-oss -q

j.ch

der

Geneinderatrriort vorübcrgehend ei-ne (lrünfläche

ersl:e1len zu lassen.l-)iese .j,ösung rausste gefunden w€rdenrweil der Platz seiner Zr,/eckbestirlmung erst iibergeben werdy’en kann, \,/enn die PTT ihre ielefonleitungenin loden verlegl bezw. geänriert heben. Llieses wird aberncch aDf sich warten 1as66n. fta eugust waren die Arbeiten .1n SportpJ-atz Bütze] soweit beenCet,dzrss er seiner Zbeckbestimmung über6eben ‚werden konnte. So wurde denn fiir den 26.-27.arr6ust ein r’est angekündigt zur Erjffn rng der Anlage. irfreufich gross war die Zahl der angemoldenen SportgruppaD für die geplanten lettkärnpfe. Umso unerfreulicher oaJeöen das Wetter,r.relches auf diesen Zeitpunkt auf dj.e schlechte Seite unschlug. Aus dresern Grunde mussten dern auch eine

Reihe der geplanten l{ettkänpfe ab;esergü werddl.

Die eidg. Abstimnung vom 2r.Septenber will ich hier nur deshalb erwähnenrweif das zugestellte Cluvert mit dem Absü j.mnungslnaterial

erstnetl-“ als Stinmaaswei5 dientef Diese Regelun- solJ. auch in Zukunft bejrbehalten werden ‚ anstelle der bisherigen Stimmkar’len. Der 25.äovernber war insofern ein besonderer Ta8’aIs dies der erste autofreie Sonntag auf unsern SchBeizersfassen warrdem aber noch 2 gleichbedeutende folg;ten‘

Diese Massnahae erfolgterweil d’rrch Drosselung der Oefzufuhr aus den arabischen !iefer]ändern eine Verknappung der Treibstoffe für I{otorfahrzeu6e entstfanden war.

An diesen Tagen ko:rnüen Die -t’ussgänger einrnal rinbeschwe

die Sra-ssen benützen. Motorfahrzeuge durften nur nit

einer entspreciienden Sonde r bewiL l i6ung und gut ber,rün-

det verkehren.tie Polizeikontrclien waren denentspreche

end scharf und desöleichen die Bussen bei nicht einhal-

ten des fahrverbotes. Aber nicht nur Treibstoff ,loddern

auch Heizöl wurde knapp.Die rJehörden verfügten Ei.rsc

kung der Raunheizungen bis 20 0rad. Die Oelseheiche ver

füüten aber nicht nur Drossel,rng der .L,i efe rungen ‚ sonde r

erhöhten auch dj.e Preise ganz nassi.v. Diese Machenschaf

ten und die der I-potelrre veranl-asstenrdass tsnde Jahr

der i1ei.zöIpreiB das deei fache ge6ebiiber den l’rü[-„onmer

betrug. An diesen unerfreul-ichen Preistreiberelen war

aber nicht nur cler am 6.0ktober neuerdings atrsgebroch-

ene i’lahostkrieg schuld.

Nachdem im l,aufe der letzten Jahre ein Spezereiladen

nach dern andern einging, so ver-ochwand mit dem l0.I’toven-

ber auch der Ietzte

r’l-einl-aden von deruildfLäche unser

es Dorfes. .Es war dies der Usego-Ladep a.n d.er Bahnhof-

#asse welcher durch FrI .Stehrehberger geführt wtrrde.

Für tsuchen und Staad besteht in dieser Sicht im jetztig

liiornent nur nöch der Coop l,aden in Staad, aIs ,,ebensmitte

6eschäft.

Icli willaber clamit ja nicht sagen,dass dieser

es war,der zur Schliessung der früher bestandenen KLe

Iäden geführt hat. iis ist nehr die Auffassung der din-

kaufendenrin benachbarten Rorschach kö“ne man besser

einkaufen. lladurch ging der Unsatz der hiesigen Läden

inner mehr zurück rrnd die ieute kaufen effektiv doch

nicht bj.lliger einrvon der Zeit- und W egbeanspruchung

gar nichf zu reden.

Im vergangenen Jahr waren die Arbeiten an tier l’i 1

Von Buriet bis St.Gallen soweit fortgeschüitten,dass

an 12, Dezenber dieses Teil-sbück für den Verkehr freige-

geben werden konnNe. Für unser Dorf entstand dadurch

eine roerkliche l3e ruh igurlS r v€rs chwand doch der Schwer-

I

verkehr und ein Teil des Durchgangverkehrs aus

Wohnraum. Anderseits wurde di.ese ferlegung fiir

Siedlung und Buchen hörbar.

l4it diesen Aufzeichnungen 6laube

ich das Wesentliche

aus unseren Dorf und dessen Uugebung festgehalten zu ha-ben.

Ileber die -aunen der l{atur vi.e1 zu schreiben erübrigt

sich. Einzig wilI ich erwähnenrd€rss der 2l.Novernber ein

Tag nit sehr eil-der Tenperatur warrdafür am korqmenden

I{orgenbis I{ittag ca.20 cm Neuschnee fi.el,rnit anschlies-senden

Glatteis. DieseSituaticn überrsschte n:rnclen Auto-rnobilisten,

der seine Ausrüstung noch nicht auf rrinter-betrieb

uBgestellt hatte. Dieses winterl-iche netüer alau-erte

dann ungefähr J Wochen un dann wleder nil-den hletüer

Plal,z zu geben.

Der chronist : r, r*27;**,

C h r o n i k L 9 7 4 .

Um ar4 dnde eines Jahres eine Ohronii{ schreiben zu kö;rnen.

sieht sich der hiefiir beauftraite veranlasst, irn t,aufry .

des Zeiti-oschnittes dre erwähnengwerten riegebenheiten

stichwortartig aufz,.rschrei.ben.tsis zurn iiylvester ist darLn

ein ordenbliches Durcheinander von Ncüizen vorhanden.,.io

wilf ich clenn versuchen,diese trufzeichnungen zv ordnen

und eine Chronik erstehen zu lassenrdie auch späteren

Generatirnen Aufschluss über unsern Zeitabschnitt rreben

kann.

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2019-03-06T08:37:44+02:00