Open-Air-Stimmung am See

STAAD. «Musig am See» fand dieses Jahr erstmals am Samstagabend statt. Womit sich am Staader Seeufer echte Open-Air-Stimmung verbreitete. Dem bunt gemischten Publikum hats gefallen.
Kaum legte die St. Galler Kantonsschulband «Whodunnit» los, ertönte von Ferne das erste Donnerrollen. Das engagierte Team des Verkehrsvereins Staad befürchtete schon das Schlimmste, doch nach einem harmlosen Schauer konnten die Schirme bald wieder zugeklappt werden. Als die zweite Gruppe, «Jeffrey’s Choice» aus Abtwil, auf der Bühne stand, hellte es bereits wieder auf. Und als «Migou» aus St. Gallen an der Reihe waren, leuchteten am Nachthimmel unzählige Sterne.
Bunt gemischt
Das Publikum war zahlreich erschienen. Bunt gemischt mit Familien, Jugendlichen und Junggebliebenen. Und alle genossen den gelungenen Sommerabend am Seeufer, das gemütliche Beisammensein mit Freunden und Bekannten und natürlich den Sound der Musikgruppen. Die Freaks setzten sich näher an die Bühne. Wer gemässigte Lautstärke bevorzugte, hatte auf dem weitläufigen Gelän-de genügend Ausweichmöglichkeiten.
Erstmals «Eintritt» verlangt
Das engagierte Vorstandsteam des Verkehrsvereins Staad hatte wie gewohnt alles darangesetzt, um Einheimischen und Gästen einen gelungenen Abend zu bieten. Immer bestrebt, neue Ideen einzubringen. Was einst als traditionelles Hafenkonzert mit Blasmusik angefangen hatte, ist mittlerweile zu einem Anlass geworden, der ohne Sponsoren nicht mehr bewältigt werden könnte. Denn allein die Kosten für Soundanlage, Gagen und Infrastruktur betragen gegen die 6000 Franken. Der Verkehrsverein arbeitet nicht gewinnorientiert, doch um das Defizit zu mildern, wurde von den Besuchern dieses Jahr erstmals ein Unkostenbeitrag erhoben. Aber die vielen zufriedenen Gesichter und das Ergebnis einer Kurzumfrage machten deutlich, dass die Veranstalter auf dem richtigen Weg sind. «Musig am See» wird es auch im Sommer 2005 wieder geben.