GESCHRIEBENE CHRONIK

Geschriebene Chronik 2001

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Chronik des Jahres 2001

,Wie wohl fühlen Sie sich in der Gemeinde Thal?‘ So €twa lässt sich dre Frageste ung
der Umfrage umschreiben, welche der Gemeinderat im Herbst 2000 in Auftrag gegeben
hatte. Anfangs 2001 war die rund 40’000 Franken tzure Umfrage ausgewertet und wurde
publiziert. Die 46 Seiten dicke Auswedung der universrtat st.Gallen ist prall gefüllt mit
wissenschaftlichen statistiken und Auswertung€n so erfährt der staunende Laie in der
Auswertung etwas über Konelationskoeffizienten und Masszahlen zur Beurteihmg der
Vertrauanswürdigkeit vqr Skalen. Etwas verständlicher wrrd das l,esen der Studie, wem
die Meinungen der Bevölkerung wiedergegeben werden. Beispiel: ,Ich bin 84 Jahre alt.
Mich stört der Flugzeuglärm überhaup nicht. (Ich höre noch sdr gut). Oder: ,Wir in
Altenrhein habe,n dre Unannehmlichketten, alle andem den profrt.‘
Thal ist schon rmd gemütlich‘ lautae dazu die Ueberschrift in der lokalzeitung. Land-schaft
und Lage erreichten Spitzenwerte, wogegen –
wen wmderts –
die Steue.m in unse-rer-
Gemelnde als zu hoch enpfimden werder. Speaelles Auganmerk legte die Umfiage
auf die Lärmbeeinträchttgrmgen. Staad gürt den Eisenbahnlärm, Ahenrhein und Buech-berg
den Fluglärm, Buriet den Strassenverkehrslärm und Buechen dm Schiesslärm. Das
Paradies liegt demnach aufder anderen Seite der Kuppe.
Im Jahre 2001 erlette rmsere Gemeinde wieder reichhahige Kulturanlässe. Im Schloss
Greifenstein, wo seit 1973 vtel Kunst und Kultur gebctan wurde, war rm April die let4e
Ausstellung zu Gast, Danach schlossa Emst und S via Schegg ihr Haus, welches sie an
einen bekanmen Industriellen verkauften. Zuvor jagten sich dre Gerüchte um den mrigli-chen
Einzug einer Formel-l€rcisse in unserer Gemeinde. In dresem Falle war aber kim
Feuer, sordem wirklich nur viel Rauch vorhanden, oder anders ausgedrückt, der ganze
Liirm um Schumi und Schloss Greifenstein entpuppte sich als riesige, geplatde s;ifenbla-se.
des Jahres 2001
Die Donnerstagsgesellschaft war aktrv wie immer und begab sich im März zusammen mit
bekamten Autor Waher Züst auf emen l,esezlrkel auf histonschen phden. Das Dorf-nter
Staad/Thal überraschte mit dem Stück ,Zäh Tag Grxisftrie‘, einer Erzähftmg nach
ich Kästers
,Drei Männer rn Schnee‘. Im Mai gaben die Rab€nsänger ein Konzert im
zum Besten und im Juni luden die Thaler Pnmarschüler zum Hexeirmusicel em.
Ehren des Künstlers und Stemhauers August Rausch enthüllte der Gildenrat der Wein-
Gallus emen Sandstein und eine Ehrartafel betm Weingut Halde. Rausch war vor 33
Gründungsmitglied der Glde.
n September trafen sich 200 Freunde der Volksmusik zur Stubete aufdetn ,steinige
isch‘ und veranstaheten ein Happening der gemütlichen Art.
‚as
wäre rurser Dorf olme ein aktives Veremsleben.
starken Gemeinschafuleistung der Organisatoren und der vielen Helfer war es zu
dass das Seeuferftst in Staad am 5. Mai zu einem schcinen Erfolg wurde.
Thaler Musikgesellschaft hatte einen strangen Frühling, bc Ende April einen mrtreis-
Unt€rhaltungsabend .
Trachtenchörli Thal erhielt für ihr Lied ,Läbesfreud‘ am l. Schweizenschen Trach-in
Lenzburg von der Fachjury das Prädikat ,vorzüglich‘. Lebensfreude hat
Voraige, was nidrt nur für das Trachtenc]rörli Gü,ltigkeit hat.
und Mämerchor Allenrhein kqrnt€n im Nowmber ihre neue Mehr-in
Altenrhein ausloten. Richi Bischot welcher als Kenner vqr Musik und
über den Anlass in der Zeitung schrieb, bezeichnete den neuen Saal als ,Milleni-,
Die Btiüne erweise sich als praktisch, aber der Tumsaal habe seine akusti-
Umfrage zur
Wohnqualität
Kulturelles
ereinsleben
Sportliche
Höchst-leistungen
Neue
Besen und
Abschiede
Modeme
Schule
Ruhige
Politik
Ende November bot der Thaler Tumverein wie gewohnt ein abwechslungsreiches und
farbenprächtrges Unterhahwrgsprogramm und zu Beguur der Adventszeit luden die
Musikgesellschaft Thal und der Gospelchor Rhytal zu einem gemeinsamen, gut besuchten
Kirchenkonzert. Wertere H<hqunkte des Gesellschaftslebens boten wie immer die
Zwetschgenchilbi ur Altenrhem, die Chilbi in Thal und die vielen Anlässe gegen
Jahresmde wie der Räbeliechtliumzug, Samichlausanlässe und diverse kleine
Adventsausstellungen und Weihnachtsmärkte. Zwrschen Weihnachten tnd Neuiahr
&,ingten sich die sonst dter im Hintergrund wirkendur Onithologen in den Voäergrund
und füllten mit l’390 Kaninchen die Mehrzweckhalle
,Birtzel‘, welche aus 35 RasJen die
kantonalen Champions erkoren.
Einen Stammplatz in der chronik haben mittlerweile die staader Gerätetumerinnen. Am
L April trafen sich Tumerinnen aus verschiedenen Kantonen zum Staader Cup in der
Sporthalle Bützel. Im September verteidigte die Geräteriege Staad rhren
Schweizermeistertrtel am Stufenbarren erfolgreich. Insgesarm vier Einzeltumerinnen
konnten sich für dre Schweizer Meisterschaft in Neuanburg qualifizieren.
Für Schlagzeilar sorgtor auch andere sportliche Damen. Die Fussballerirme,n lesten im
Frühjahr eine tolle Rückrunde rn ihrer ersten Nationalliga-B-saison hin und stielen völlig
überraschend in die Nationalliga A auf Erschrocken kommentierte deren präsident Felil
Rüst: ,Dieser fast unglaublich erschemende Hdhenflug sei niemals geplant gewesen. Aber
es ist der Lohn für eme sehr gut geführte Damenabteilung.

Im Herbst mussten die jungen
Spielerinnen m der hcichsten Spielklasse dann bös unten durch und werden wohl Mü,he
bekunden, sich in der hochsten Lrga zu halten. Deren Kollegen m der ersten Staader
beendeten ihre Dnttligasaison im Mittelfeld, ohne Ambitionen auf euren
Aufstieg in hcihere Sphären, aber auch ohne wie in den Vorjahrern um den Ligaerhah
zisem zu müssen.
sportliche Ambrtidren hegtat auch jene 92 Mädchen und 6l Knaben, welche am
August-Wochenende
,de schnellst Staader‘ erkoren. Für dre meisten von ihnen
am Ende der olympische Gedanke, wonach das Mitmachen den Rang in den
stellt.
Personal wurde uns rn diesem Jahr von oberster Ebene zuerkannt. Der
;elische Pfarrer Klaus Steinmetz konnte als Nachfolger von Pfaner Hans-Ludwig
begnisst werden. Auch aufdem Wartbüchel gab es eine Rochade. Anstelle von Tonl
trat llanspeter Wagner die Funktion als kat]rolischer Seelsorger für Staad und
in an md geniesst in seinem Domizil neben der Kirche die für sein Anrt
Weitsicht.
auch an der Schule. Roland Gerth verliess nach 15 Jahren das Schulhaus
und arbeitet hauptberuflich als Fotograph. Ebenso wurde Carlo Salina
iedet, der seit 1978 die Schulanlagen in Schwung gehalten hat. Verabschieda
auch Kurt Enzler, der seit 1963 bei der Post Staad arbeit€t€ und wohl alle
aber vor allem die Leute, deren Geschichte und Sündenflille kannte.
den Schulzimmem bleibt dre Zert nicht stehen. Die Form und der Inhalt des
Ob Waldwoche, Kreativwoche, Bastelwoche oder Musicalprojekt, alles ist
Dazu Rolf Schweizer, Präsident des Primarschulrats: ,Diese Art des Untemclrts
für die ganzheitliche Ausbildung von grosser Bedeutung und trägt dazu bei,
eamfühigkeit und emottorale Intelligenz zu ördem.‘ Bleib,t zu hoffen, dass dem so ist
die Schüler dres verirmerlichen.
der Politik bewegte sich dieses Jahr nicht sehr nel und es war aufGemeindeebene ern
hulunterrichts stehen im Wandel. Das Wort ,Projektwoche‘ ist zu einem festen Begriff
i den l,ehrem geworden und auch Schüler und Eltem haben es ln ihr Vokabular
ruhiges Jahr. Niclrt emmal der Steuerfuss bewegte sich. Im März äusserte sich rmser
ß
äemeindeprasident, Röbi Raths, an der Onentierungsversammlung der Gemeinde: ,Es ist
-l
Ziel des Gemeinderats, niclrt in den Finanzausgleich zu gelangen. Das beste Gegenmittel
sind Steuem zahlende Neuzuzüger.‘ Doch noch für etwas Emotronan sorgte irn Oktober
der Beschluss von Thal, Rheineck und St.Margrethen, Zivilstandsantt, Betreibugsamt,
Gnmdbucharm und Soziale Dienste zusammenzulegen. Diese Neuausrichtrmg ist für die
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Bürger noch etwas gewöhnungsbedürftig, ist man sich doch gewohnt, im Rathaus einen
Vollservrce zu erhalten.
Gebaut wurde im Jahre 2001 an mehrersr Schauplätzen. Der Ausbau der Thalerstrasse
vom Bahnübergang bis zum Wartbüchel dauerte das ganze Jahr über an. Neben der Ge-samtsanierung
der Strasse soll mit einem breiten Trdoir die Sicherheit der Fussgänger
gewährleistet sein. Saniert werden musste auch in einer spektakulären Aktion im Mai der
Buechbergkamnl wo westlich der Festung Waclt, rund 60 Kubilcneter Sandsteinfels
wegen Absturzgefahr abgetrag€n werden musst€n.
Im Mai wurde mit einem Fest füLr die ganze Bevölkerung die erste Scluitt der Seeuferges-tahrmg
eingeweiht. Das Gebiet zwischar Badi Speck und Seegraben wurde renatunert
und mit einem sch<inen Seeuftrweg und einer massiven Brücke über dem Seegraben auf-gewenet,
Im November fiel dann der Startsdruss zur znveiteir Etappe. Vcr der Seegrabenmüurdung
bis zu den ersten Industriehallen am See wurde*r mdrrere Bäume gefülh und die hässliche
und ökologisch wertlose Ufrrmauer aus den Fü’nfziger Jahrat abgebrochen. An dessen
Stelle viird ein flaches Kiesufer gestahet und zum Schutz gegen Hochwasser ein Damm
mrt Spazierweg errichtet. Die Kost€n dleser zweiten Etappe belaufen sich auf L3 Millio-nen
Franken.
Der Damm zum Schutz vor Altenrhein wurde bereits im Jahre 2000 fertiggestelh. Die
Natursclnrtzkommissior sciuf sozusagen als ktrnender Abschluss Informationstafeln mit
viel Wissenswertem über die Naturschutzgebiete am Alten Rhein, Bodensee rmd im Ge-bia
Buechsee. Inforrnatronen über Rohricht, Arphibien, Repd.ilien, Wassergräben, Ried-6ölze
und Pflanzen sollen den Passanten für die reichhahige Natur unserer Region
ssrsibilisieren, aber auch aufdie Verhaltensregeln zum Schutz der Natur hinweisen.
Im privaten Bauwesen tat sich einiges. Am Markantesten ist die neu erstellte Einfamilen-1x$
sisdlrmg im Gebiet Halden. Die sechs neuen, gleichformigar Emfamilienhäuser sind
weit herum sichtbar und geben dem Gebi* Flaldear ein neues Gesiclrt.
Anfangs Jahr regn€te es nur einmal. Die anhaltenden Regenfälle maclrten es den Gemüse-bauem
schwer und viele Sazlinge verfaulten. An Zwetschgen

rmd Kirschbäumen ent-standen
Schäden, weil ihre Wurzeln im Wasser ertranken und ihre Blüten im Schnee er-froren.
Ende März ha[e d€r Boddsee d€n hd€hst€n Pegelstend seit 1930 erreiclrt und
vrele sahen dem kommenden Sommer mit gemrsclten Gefühlen entgego. Doch es kam
ganz anders. Vor Mai bis August liess em Bilderbuchsommer dre Natur erblühen. Die
Bauom haüen durchgehend Heuweüer. Ein Grund fti’r eine Fenenreise m do Süden gab
es nicht, zumal der Bodensee durchgdrend ideale Badeverhältnisse bc. Trcfz des toll€Nr
Sommers war die Wemlese bei uns durchsclmrclich, weil der Oktober niclrt mit den Vor-moaten
mithalten kcrmte und die wichtrge Herbstsanne eher verhalten schien. Ganz rm
Kmtrast zum Sommer stand der Dezember. Rekordverdächtrge Polarkälte sorgte für frn-tastische
Gebilde und Skulpturen aus Eis und liessen manchen Joumalisten das Wort
,Seegtömi‘ und Begebarheitar aus dem Winter 1963 aus den Schubladen ziehen.
Am Wetter lag es nicht, dass das Jahr 2001 an seinsm Ende in jedem Jahresrückbück als
,Katastroph€njahr‘ tituliert‘ wurde. In der zweiten Jahreshälfte sorgten durch uns Msr-schen
verursachte Katastrophar für eine starke Venmsichenmg auch in unserer Regior.
Traunger Hähepunkt war der I l. September. Ein brutales, menschenverachte,ndes Atten-tat,
in welchem vier entfüfute Zivimugzeugo als Tatwaft missbraucht wurden, führten in
New York und Washingtcn zu unsäglichen lcid. Die zwei markanten Türme des World
Wetter
Katastroph€n
Wirtschaft
Flugplaz
Schiess-anlagen
Trade Centers und Teile des Pentagons lagat danach in Schutt und Asche. Die USA
zogen in der Folge gegen die Zellen des Terrors in Afghanistan in den Krieg, was bei der
gebeut€tten Bevölkerung in diesem armen Land das nächste Drama auslöste. Ein irrer
Amokläufer im Zuger Kantonsparlament, der Niedergang der einst stolzen Swrssair, ein
Infemo im Gotthardtururel, der Absturz eines Crossair-Flugzeugs berm Landeanflug auf
Kloten und eine Radrkalisierung des Korflikts zwischen Israeli und Palästinensem
hmterliessen m der zwerten Jahreshälfte grosse Verunsicherung und Angste. Ausser
einem starken Erdbeben in krdien zu Jahresbeginn war uns die Natur in diesem Jahr
vergleichsweise milde gestimmt. L,eider war in diesem Jahr die Menschheit selbst dre
Katastrophe. Begleitet waren drese traurigen Wochen und Monate von einem raschen
wirtschaftlichcn Rückgang. Gegen Ende des Jahres war dic Wcltwirtschaft am Randc
einer Rezession.
Auch in unserer Gemeinde musste sich ein B*rieb den wirtschaftlichen Bedmgungen
beugen und den Betrieb einstellen. Die Firma Emil Christ AG wurde im Sommer an einen
östeneichischen Mitkonkurrenten veräussert, welcher nach wanigor Wochen auch gleich
die Schliessung miteihe. Den I 15 Arbetsplätzen darfnachgetrauert werden, waniger der
hässlichen Dampffahne, die seit der Schliessung im September von Niemandem vermisst
wird,
Zu Ende ging auch die Aera Lämmli, dess€n Postautob€trieb nach 74 Jahrar die Tätigkeit
einstellte.
Das Baugeschäft Franco Salina AG wurde wräussert. Allerdings nicht um stillgelegt zu
werden, sondem um unter dem Namen ,Willi Bau AG, rmter der Fü’hrung des
Ernhermischen Robert Wrlli alle 15 Mitarbeiter wetterzubeschäftigen.
Auf 50 Jahre konnte die Raiffeisenbank Staad-Thal im April zurückschauen. 560
Mitglieder drängtur sich zur Geburtstagsfeier ur dre Tumhalle rmd hohen dort eine
Extradtvidende m fester und flüssiger Form ab.
Einan Auftragsrückgang sptirte auch die FFA. Sie musste ihre Produktion für die Pilatus
AG einstellen. Hingegen war der Flugplatzbetrieb im Aufimnd, auch dank Passagreren,
die vqr der Swissair in Zürich auf die Rheintalflug in Altenrhein auswichen. Zu
Diskussioren und fiil.f Einsprachen hat die gqlante Anflugbefeuerung geführt, welche
umstrrüen ist, weil dafür an der Dorfstrasse direkt nach dem Krersel der Verkehr
angehaften werden müsste.
Gegen Ende des Jahres sorgte nicht der Flugplatz, sondem die Schützengesellschaften
und die Schiessanlagen für vrel Lärm. Ein vom Gemeinderat gestützter Kredit zum
Einkauf in die Schiessanlage Goldach über insgesanrt Fr. 970’000.-war zur Abstimmung
bereit, wurde aber vofl den ortsansässigen Schützenveremefl abgelehnt und bekämpft. Für
den Gememderat entstand die wolrl einmalige Srtuation, seinen eigenen positiven Antrag
den Stirnmbürgem am 2. Dezember zur Ablehnung zu empfehlen, da sich die Schützen
mit der Goldacher kisung niclrt anfreunden konrten und dre Meinung vertraten, mit dem
vrelen Geld lasse sich etwas Besseres verwirklichen.
Den Stimmenden war klar, dass mit einem ungelietrten, teuren Einkauf Niemanden
gedient ist, und sie lehnten das Prqekt ab. Gleich danach präsentierten die Schützen em
Prqekt im Gebi* ,Knoüeren‘, welches aber wiederum vom Gemeinderat vehem€rt
abgelehnt wird. Ende 2001 waren zwei Faktsr gewiss. Am 31.März20O2vird am Bützel
der laae Schuss gefallen sein md die mcht lärmschutzkonforme Anlage geschlossen.
Gewrss ist auch , dass der Lärm um den Schiessplatz auch im Jahre 2002 ein Thema rn
unserer Gemernde bleibt.
m
Das durch Herbert Lurdemann erstelhe Hundertwasserhaus entwickeh sich gut. Im Be-richtsjahr
gingor die Arberten weiter und das Haus ist so gut wie vollendet. Es entwickeh
sich zu eurem kulturellen Treffpunkt. lm September erleb’te das Haus serre kihstlerische
Aufrichte, gpstahet von vielen einheimischen Musikem. Im Sommer wurde es offensicht-lich,
dass dieses Haus eine Ausstrahlung auf durchreisende Tounsten hat, die ihre Foto-apparate
zück€n und bei uns verweilen. Viele Firmen laden zu Anlässen im Hundertwas-serhaus
ein. Es scheint, dass dre sehr gewage und anfänglich mit Skepsis beurteilte Idee
des Hundertwasserlrauses zu einer Erfolgsgesclticlte werden körmte. Unsere Gemeinde
hat das Hunderrwasserhaus bereits als Imagaräger ottdeckt. lm neu aufgeleg-ten
Dorfprospekt find€t sich eine Au*Bhme des Hauses und auch auf dem Umschlag der
Jahresrechnung 2000 war des Haus schon abgelichta.
Für die Staader bleib’t die Frage, weshalb die Hundertwasserhalle in Altenrhein steht. Alle
übrigen Bauten diesseits der Hauptstrasse werden den Staadem übedassen und lhnen zu-erkarmt,
von der Tankstelle über die Industriebauten bis zum Stan$latz für die Fahren-den.
Nur das Hundertwasserhaus soll in Ahenrhein stehen?
Neben Wiclrtigem und Barüblichem haben sich rm Bericlrtsjahr auch noch einige komi-sche
Dnge zugetragen. So durfte unsere Miss Schweiz aus Altenüein, Paloma Würth,
nicht am Schweizer Corcours der Volksmusik mrtsingen, obwohl sie das doch so geme
getan hätte. Das St.Galler Lokalfemsehen vermassehe ihren Einsatz.
Im August rief ein Joumalist nach der auf dem trock€n€n weidenden Seekuh, weil der
milde Sommer schnell das Seegras in den Uferzonen wachsen liess. Es wurde danach viel
geschrieben über die Seekuh, die viel zu fressen gehab,t hätte, aber nichts fressen wollte
und sich nirgends blicken liess.
lm Oktober wurden die Altenrhemer Strassen so markiert, dass niemand mehr wusste,
wer nun jeta Vortritt hat. Die neue Markierung häüe Klarheit schaffen sollen, verwirrte
aber särmliche Autofahrer. Dem Gerneinderat blieb niclrts anderes übrig, als in einer anrt-lichen
Mitteilung die Dorßtrasse als vortrittsberechtigt zu dek.larieren. Wozu diese ganze
Uebung gut war, werdan vor allem die Fasnächtler wissen.
Im Novernber konnten wir mit Stolz feststellen, dass die Stadt Berlin auf Staader Sand-stern
gebaut ist. Der Steinbruch Bärlocher transportierte sieben Platten mit emem Ge-samtgewicht
von 80 Tormen rrr die deutsche Metropole. Die Berliner haben uns gewähh,
weil die Farbe am Sandstein besonders ist und es nirgends scrst möglich ist, so gosse
Stücke zu brechen wie im Steinbruch von Bärlocher. Einziger Wehrmutstropfot: Die
Lokalzeitung titefte: ,Rorschacher Sandstein für Berlin‘

Hundertwasser und Altorhein
lassen grüssen.
Immer wieder für Schlagzeilen gut ist die Arena im Bunet, auch als gröstes Balzz€ntrum
der Ostschweiz betitelt. Unsere Zeitung bericlrtete über ein€n stürmischen Kontaldversuch
wie folgt: Am Freitag, 16. Novernber, firhr ein unbekannter l,enker mit seinem Fahrzeug
gegen die Aussenmauer der Arena-Disco und schob deren Mauer in die dahinter liegende
Bar.
Kqrtakt nahm auch die langiährige Chrotristin, Esther Tobler, auf. lhr Kqrtakt führte
dazu, dass auf Esther die Erste, Esther Tobler, nun die Chronik vo:t Esther der Zwerten,
Esther Büchel, geschrieben wird, d€r€n Erstling hier vorliegt.
Die Chronistin Esther Büchel

Archiv

2019-03-06T08:31:51+02:00